RWE-Jobabbau: NRW-Politik fordert mehr Sicherheit für Energiewende

DÜSSELDORF/ESSEN (dpa-AFX) - Die Jobabbaupläne des Energieriesen RWE haben auch in der NRW-Landespolitik eine Debatte ausgelöst. Dabei griffen die Grünen den Konzern an. CDU, FDP und SPD forderten dagegen mit unterschiedlichen Akzenten bessere Rahmenbedingungen für den Betrieb von fossilen Kraftwerken. RWE (London: 0FUZ.L - Nachrichten) hatte den geplanten Abbau von rund 6700 Stellen mit dem in der Energiewende gesunkenen Börsenstrompreis und der geringeren Auslastung vor allem der Gas- und Steinkohlekraftwerke begründet.

Der Landtagsfraktionschef der Grünen, Reiner Priggen, warf RWE deshalb eine verfehlte Konzernpolitik vor. "Für die Mitarbeiter von RWE ist das sehr bitter. Sie müssen jetzt ausbaden, was die Konzernführung durch falsches Management ausgelöst hat", sagte Priggen am Donnerstag in Düsseldorf. RWE habe die Energiewende verschlafen.

NRW-Wirtschaftsminister Garrelt Duin (SPD) forderte dagegen neben dem Ausbau der Erneuerbaren Energien auch eine solidere Grundlage für konventionelle Kraftwerke in Deutschland. Die Energiewende sei in den vergangenen Jahren nicht wirklich gut gestaltet worden. Dass Unternehmen durch politische Rahmenbedingungen nicht in Schwierigkeiten kommen dürften, sei sicher allen Beteiligten bei den schwarz-roten Koalitionsverhandlungen in Berlin bewusst.

Ähnlich äußerte sich der CDU-Landtagsfraktionschef Karl-Josef Laumann. RWE wolle sich neu aufstellen. "Dieser Plan verdient politische Unterstützung", sagte Laumann. Dazu gehörten vor allem verlässliche Rahmenbedingungen. FDP-Landes- und Fraktionschef Christian Lindner betonte: "Wir werden auch in den nächsten Jahrzehnten nicht auf fossile Kraftwerke verzichten können." Die künftige Bundesregierung müsse dafür sorgen, dass sich der Betrieb wieder lohne./rs/wa/DP/edh

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