ROUNDUP: US-Arbeitsmarkt enttäuscht im August

WASHINGTON (dpa-AFX) - Dämpfer für die erwartete Wende in der US-Geldpolitik: Der amerikanische Arbeitsmarkt hat im August die Markterwartungen verfehlt. Nicht nur fiel der Stellenaufbau schwächer aus als von Bankvolkswirten erwartet. Auch wurde die Entwicklung für Juni und Juli nach unten gesetzt. Die Arbeitslosenquote ging zwar zurück, zugleich sank aber auch die Zahl der Erwerbspersonen, die sich um einen Job bemühen. Der Dollar geriet nach Bekanntwerden der Zahlen unter Druck, amerikanische Staatsanleihen erhielten Auftrieb.

Nach Daten des Arbeitsministeriums vom Freitag stieg die Beschäftigung außerhalb der Landwirtschaft im August um 169.000 Stellen gegenüber Juli. Bankvolkswirte hatten mit einem Plus um 180.000 Stellen gerechnet. Zudem fiel der Jobaufbau in den beiden Vormonaten schwächer aus als bislang gedacht. Insgesamt wurde die Zahl neuer Stellen um 74.000 Jobs nach unten korrigiert.

QUOTE SINKT - DOLLAR GIBT NACH

Die Arbeitslosenquote fiel überraschend um 0,1 Punkte auf 7,3 Prozent. Das ist zwar der geringste Wert seit Ende 2008. Die Partizipationsquote - sie gibt an, wie viele Menschen entweder arbeiten oder sich um einen Job bemühen - gab aber weiter nach. Die durchschnittlichen Stundenlöhne stiegen moderat um 0,2 Prozent, nachdem sie im Vormonat stagniert hatten. Die Entwicklung ist wichtig für den privaten Konsum.

An den Finanzmärkten gab der US-Dollar zu vielen wichtigen Währungen spürbar nach. Die Aktienmärkte reagierten indes mit Aufschlägen, während die Renditen amerikanischer und deutscher Staatsanleihen fielen.

WIE REAGIERT DIE FED?

Die Wahrscheinlichkeit, dass die Federal Reserve bereits im September ihre sehr lockere Geldpolitik etwas zurücknimmt, sei leicht gesunken, kommentierte die Landesbank Hessen-Thüringen. Die Fed will noch im laufenden Jahr den Einstieg in den Ausstieg aus ihrer quantitativen Lockerung vollziehen. Den konkreten Zeitpunkt macht sie aber von der wirtschaftlichen Entwicklung, insbesondere am Arbeitsmarkt abhängig./bgf/hbr

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