dpa-AFX Börsentag auf einen Blick: Kaum verändert erwartet

FRANKFURT (dpa-AFX) ------------------------------------------------------------------------------- AKTIEN -------------------------------------------------------------------------------

DEUTSCHLAND: - KAUM VERÄNDERT- Der deutsche Aktienmarkt wird am Montag kaum verändert erwartet. Der Broker IG taxierte den Dax zwei Stunden vor Börsenstart 0,04 Prozent tiefer bei 9.165 Punkten. Damit verharrt der Leitindex nach seinem Wochenplus von knapp einem Prozent weiter unter dem Allzeithoch von 9.193 Punkten. Es fehlten neue Impulse und angesichts der dünnen Nachrichtenlage sei mit einer ruhigen Sitzung zu rechnen, sagte IG-Marktstratege Stan Shamu. Der Future auf den Dow Jones Industrial trat auf der Stelle und stand zuletzt 0,08 Prozent über seinem Niveau zum Xetra-Schluss am Freitag. Bedeutende Konjunkturdaten sind zum Wochenstart Mangelware laut Analyst Dirk Gojny von der National-Bank. Auch auf der Unternehmensagenda stehen keine wichtigen Termine.

USA: - DOW UND S&P SCHLIESSEN AUF REKORDNIVEAU - Die US-Standardindizes haben am Freitag ihre Rekordjagd fortgesetzt. Der Dow Jones Industrial und der S&P-500-Index schlossen so hoch wie noch nie und profitierten damit wie schon am Donnerstag von Aussagen der künftigen US-Notenbankchefin Janet Yellen. Yellen hatte bei einer Anhörung vor dem Bankenausschuss des Senats gesagt, die lockere Geldpolitik der USA solle auch unter ihr erst einmal beibehalten werden, um die Konjunktur zu stützen. Die Aussagen bedeuteten, dass die Zinsen für eine Weile niedrig bleiben dürften, sagte ein Analyst. Dieses Umfeld sei positiv für Aktien.

ASIEN: - CHINA MIT GEWINNEN - Die chinesischen Börsen haben klar positiv auf die angekündigten Reformen im Heimatland reagiert. Um der schwächelnden zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt neuen Schwung zu geben, wird die Wirtschaft stärker als bisher für privates und ausländisches Kapital geöffnet. Der Hongkonger Hang-Seng-Index stieg zuletzt um über 2,5 Prozent. In Japan schloss der Nikkei knapp im Minus. Der Index hatte vergangene Woche bereits 7,7 Prozent zugelegt.

^ DAX 9.168,69 0,21% XDAX 9.176,50 0,33% EuroSTOXX 50 3.054,53 0,03% Stoxx50 2.892,46 0,27%

DJIA 15.961,70 0,54% S&P 500 1.798,18 0,42% NASDAQ 100 3.422,58 0,22%

Nikkei 15.164,30 -0,01% (7:15 Uhr) °

------------------------------------------------------------------------------- ANLEIHEN / DEVISEN / ROHÖL -------------------------------------------------------------------------------

RENTEN: - RUHIGER WOCHENAUFTAKT ERWARTET - Am deutschen Anleihemarkt erwarten Beobachter am Montag einen gemächlichen Wochenauftakt. Angesichts weniger Konjunkturdaten dürften die fundamentalen Impulse begrenzt bleiben, hieß es aus dem Handel. Interesse dürften einige Reden ranghoher EZB-Vertreter auf sich ziehen. Am Primärmarkt verkaufen die Niederlande und Frankreich kurzlaufende Schuldtitel, während Italien einen Anleihetausch vollziehen wird. Die gute Stimmung an den asiatischen Börsen könnte am deutschen Rentenmarkt zu Beginn belasten.

^ Bund-Future 141,71 0,01% T-Note-Future 126,83 0,02% T-Bond-Future 132,72 0,07% °

DEVISEN: - TENDENZ - Der Euro ist am Montag um die Marke von 1,35 US-Dollar gependelt. Die Europäische Zentralbank hatte den Referenzkurs etwas tiefer auf 1,3460 (Donnerstag: 1,3436) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7429 (0,7443) Euro.

^ (Alle Kurse 7:15 Uhr) Euro/USD 1,3496 0,04% USD/Yen 100,08 -0,14% Euro/Yen 135,07 -0,09% °

ROHÖL - LEICHT IM MINUS - Die Ölpreise sind am Montag mit leichten Verlusten in die neue Handelswoche gegangen. Ein Barrel (159 Liter) der Nordsee-Sorte Brent zur Lieferung im Januar kostete am Morgen 108,10 US-Dollar. Das waren 40 Cent weniger als am Freitag. Der Preis für US-Öl der Sorte WTI zur Lieferung im Dezember fiel um 37 Cent auf 93,47 Dollar. Nach wie vor lastet das reichliche Angebot insbesondere an amerikanischem Rohöl auf den Preisen. Beobachter nennen als derzeit wichtigsten Grund die stetig steigende Ölproduktion der USA. Ausschlaggebend sind in erster Linie neue Fördertechniken wie das als "Fracking" bezeichnete Aufsprengen tiefliegender Gesteinsschichten. Zudem bleibt das Angebot aus großen Opec-Ländern wie Saudi-Arabien hoch, während die Nachfrage speziell aus den Industrieländern verhalten ist.

Brent 108,10 -0,40 USD (7:15 Uhr)

/stk

Loading...

Friend's Activity