dpa-AFX Überblick: KONJUNKTUR vom 22.11.2013 - 17.00 Uhr

Deutschland bleibt Zugpferd der Eurozone - Ifo-Index unerwartet stark

MÜNCHEN - Die deutsche Wirtschaft baut auf eine weitere Konjunkturerholung in den kommenden Monaten. Im November hellte sich die Stimmung in den Chefetagen der Unternehmen überraschend kräftig auf. Der Ifo-Geschäftsklimaindex kletterte von 107,4 Punkten im Vormonat auf 109,3 Punkte, wie das Ifo Institut für Wirtschaftsforschung am Freitag in München mitteilte. Experten hatten nach einem leichten Dämpfer im Vormonat nur mit einem geringen Anstieg des Konjunkturbarometers gerechnet. "Die deutsche Wirtschaft blickt zuversichtlich auf die kommenden Wintermonate", erklärte Ifo-Chef Hans-Werner Sinn.

Deutsche Wirtschaft wächst moderat - Investitionen ziehen an

WIESBADEN - Die deutsche Wirtschaft hat im dritten Quartal zwar an Schwung verloren. Die Investitionstätigkeit der Unternehmen nimmt allerdings Fahrt auf. Wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte, wuchs das Bruttoinlandsprodukt (BIP) von Juli (Shenzhen: 002342.SZ - Nachrichten) bis September um 0,3 Prozent zum Vorquartal. Die Statistiker bestätigten damit eine erste Schätzung von Mitte November. Im zweiten Quartal hatte der Zuwachs mit 0,7 Prozent spürbar höher gelegen, zu Jahresbeginn stagnierte die Wirtschaftsleistung.

Belgien: Unternehmensvertrauen hellt sich überraschend stark auf

BRÜSSEL - In Belgien hat sich die Stimmung in den Unternehmen im November überraschend stark aufgehellt und den besten Wert seit über zwei Jahren erreicht. Im Monatsvergleich stieg der Indikator zum Unternehmensvertrauen von minus 7,7 Zähler im Vormonat auf minus 4,3 Punkte, wie die belgische Notenbank (BNB (Brüssel: BNB.BR - Nachrichten) ) am Freitag in Brüssel mitteilte. Damit erreichte der Indikator den höchsten Stand seit Juli 2011. Volkswirte hatten hingegen nur eine leichte Aufhellung auf minus 7,0 Punkte erwartet.

Samaras hofft auf Schulden-Erleichterungen - Merkel lobt Athen

BERLIN - Der (Shenzhen: 002631.SZ - Nachrichten) griechische Ministerpräsident Antonis Samaras hofft nach den unerwarteten Reformerfolgen auf Erleichterungen beim Schuldenabbau. Sollten sich die Erfolge bei der Haushaltssanierung und der in diesem Jahr erzielte Primärüberschuss bestätigen, könne im Frühjahr unter Umständen über mögliche Schuldenerleichterungen gesprochen werden, sagte Samaras am Freitag in Berlin nach einem Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).

Eurogruppen-Chef erwartet Einigung zu Bankenabwicklung im Dezember

BRÜSSEL - Im Dauerstreit um europaweit einheitliche Regeln zur Rettung und Schließung von Banken rechnet Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem bis Jahresende mit einer Einigung. "Ich hoffe, dass die Koalitionspartner in Deutschland bis dahin ausreichend Fortschritte gemacht haben, damit wir einen Beschluss fassen können", sagte Dijsselbloem am Freitag beim Treffen der Euro-Finanzminister in Brüssel. Union und SPD sind sich bei dem Thema bislang nicht einig. Der Eurogruppenchef sagte: "Ob bis dahin eine Regierung steht, kann ich nicht vorhersagen." Er sei aber optimistisch, dass im Dezember auf EU-Ebene ein Kompromiss gefunden werde.

EZB-Chef Draghi weiter gegen Übergangsregeln bei Banken-Abwicklung

FRANKFURT - Die EZB lehnt Übergangsregeln bei der Einführung eines einheitlichen Abwicklungsmechanismus für Banken in Europa weiter ab. Gleich zu Beginn der geplanten Bankenunion, die 2015 an den Start gehen soll, müsse es für alle gleiche Regeln bei der Sanierung und Schließung von Banken geben, sagte EZB-Chef Mario Draghi bei einem Bankenkongress am Freitag in Frankfurt. Dies dürfe nicht erst 2018 geschehen. Ansonsten drohten erneut Ungleichgewichtige in der EU. Damit ist die Europäische Zentralbank (EZB) zusammen mit der EU-Kommission weiter auf Konfrontationskurs mit Deutschland.

EZB-Chef Draghi verteidigt Niedrigzinspolitik gegen Kritik

FRANKFURT - EZB-Präsident Mario Draghi hat die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) verteidigt. "In ihren Beratungen und Entscheidungen sind die Mitglieder des EZB-Rats weder Deutsche, noch Franzosen, noch Spanier, noch Italiener, sondern sie agieren als Europäer nach Maßgabe eines europäischen Mandats." Das (Shenzhen: 002421.SZ - Nachrichten) sagte Draghi am Freitag in Frankfurt. Insbesondere die jüngste EZB-Zinssenkung vor gut zwei Wochen hatte massive Kritik vor allem aus Deutschland auf sich gezogen.

Merkel kündigt weitere Unterstützung für Griechenland an

BERLIN - Bundeskanzlerin Angela Merkel hat dem griechischen Regierungschef Antonis Samaras weitere deutsche Unterstützung im Kampf gegen die Wirtschaftskrise zugesichert. Nach einem Treffen mit Samaras am Freitag in Berlin sagte Merkel: "Griechenland hat erhebliche Fortschritte gemacht." Nun sei auch "ein Stück Zutrauen" angebracht. Insbesondere würdigte Merkel, dass Griechenland erstmals einen Primärüberschuss erzielt habe, also mehr Geld einnehme als es ausgebe - wenn man die Zinszahlungen nicht mitrechnet.

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