Aktien Zürich Schluss: Fester

ZÜRICH (dpa-AFX) - Der Schweizer Aktienmarkt hat am Mittwoch fest geschlossen. Gestützt durch freundliche Vorgaben aus den USA eröffnete der SMI (KOSDAQ: 100660.KQ - Nachrichten) bereits mit Gewinnen, die im Zuge positiver Konjunkturdaten aus dem Euroraum bis zur Mittagszeit ausgeweitet wurden. In der zweiten Handelshälfte zeigte der Index in einem impulslosen Handel eine sinkende Tendenz.

Die konjunkturelle Entwicklung im Euroraum zeigt weiter nach oben, womit die Notenbanker der EZB keinen akuten Handlungsdruck spüren dürften, erklärte ein Händler mit Blick auf am Donnerstag erwartete geldpolitische Entscheidungen der Zentralbank. So lieferten die Einkaufsmanagerindizes im Euroraum trotz leichter Eintrübung zum Vormonat kein ernsthaftes Schwächesignal. Die überraschend niedrige Inflation im Euroraum hatte zuletzt Spekulationen um eine Reaktion der EZB befeuert.

Der Swiss Market Index (SMI) rückte bis zum Handelsende 0,92 Prozent auf 8.224,58 Punkte vor. Der (Shenzhen: 002631.SZ - Nachrichten) 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI (Shenzhen: 000673.SZ - Nachrichten) ) gewann 0,94 Prozent auf 1.252,39 und der breite Swiss Performance Index (SPI) 0,88 Prozent auf 7.824,27 Stellen.

Adecco (VTX: ADEN.VX - Nachrichten) schlossen nach Vorlage der Drittquartalszahlen 3,6 Prozent höher auf 68,50 Franken, hatten im Tageshoch allerdings 70,65 Franken markiert. Das Stellenvermittlungsunternehmen hatte die Markterwartungen auf operativer Ebene und beim Reingewinn ziemlich klar übertroffen, wenn auch die Umsatzentwicklung am unteren Ende der Schätzungen lag. In Analystenkreisen wurden die vorliegenden Zahlen als sehr solide beurteilt.

Höher schlossen auch weitere Zykliker wie Holcim (+1,6 Prozent), die damit die Kurseinbußen nach Vorlage des Zwischenberichts vom Dienstag mehr als aufholten. Weitere größere Gewinner in diesem Segment waren Dufry (+1,5 Prozent) und ABB (+1,2 Prozent). Der neue ABB (NYSE: ABB - Nachrichten) -Chef Ulrich Spiesshofer erklärte in New York, künftig besonderes Augenmerk auf den Cashflow legen zu wollen. Dabei habe in der Mittelverwendung das organische Wachstum erste Priorität und erst an zweiter Stelle stehe das Versprechen einer kontinuierlich steigenden Dividende. Der Erdölbohrinsel-Betreiber Transocean (Aktien +1,1 Prozent) wird am Mittwoch nach US-Börsenschluss sein Ergebnis für das dritte Quartal vorlegen.

Das (Shenzhen: 002421.SZ - Nachrichten) größte Plus verzeichneten bei den Blue Chips die Aktien der Credit Suisse (NYSE: CS - Nachrichten) (+3,7 Prozent). UBS hinkten mit einem Plus von 1,4 Prozent hinterher, schlossen aber fester als der Gesamtmarkt. Zu Wochenbeginn standen beide Papiere noch unter Abgabedruck, nachdem Sorgen vor einer Verschärfung der Eigenkapitalvorschriften laut wurden. Swiss Re (Other OTC: SSREF - Nachrichten) gingen am Tag vor der Zahlenvorlage 0,8 Prozent höher aus dem Handel. Analysten erwarten von dem Rückversicherer ein solides Zahlenwerk.

Bei den eher defensiven Werten hatten Sonova mit Aufschlägen von 2,5 Prozent die Nase vorn. Auffällig zeigten sich auch Lonza (+2,2 Prozent) und Actelion (+1,8 Prozent). Letztere weiteten die seit Jahresbeginn angelaufenen Gewinne auf mittlerweile fast 70 Prozent aus. Die Indexschwergewichte Nestlé und Novartis legten um je 0,9 Prozent zu. Sie seien mit Blick auf die hohen Dividendenrenditen gefragt, hieß es. Roche (+0,6 Prozent) gaben ebenfalls Stütze.

Bei den Verlierern verzeichneten Syngenta (-0,9 Prozent) die größten prozentualen Einbussen. Nennenswerte Verluste verbuchten noch Swiss Life (Xetra: SLW.DE - Nachrichten) (-0,5 Prozent)./cp/rt/AWP/kja

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