Aktien Frankfurt: Dax tritt auf der Stelle - Milliardenübernahme bei Rhön

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax hat sich seinem Rekordhoch am Freitag nicht weiter angenähert. Der deutsche Leitindex bleibt aber in Sichtweite seiner Bestmarke aus dem Mai bei 8.557 Punkten. Bis zum Nachmittag trat der Index mit plus 0,02 Prozent auf 8.495,44 Punkte auf der Stelle. Der MDax stieg dagegen um 0,13 Prozent auf 14.842,75 Punkte, während der TecDax (Xetra: ^TECDAX - Nachrichten) um 0,05 Prozent vorrückte auf 1.063,31 Punkte. Für den Leitindex der Eurozone EuroStoxx 50 ging es um 0,14 Prozent nach unten auf 2.858,05 Punkte.

Es fehle im Moment schlicht der letzte Antrieb für ein neues Hoch. Die Anleger seien ganz froh darüber, einige Gewinne zu sichern, bevor in der kommenden Woche die US-Notenbank über den Zeitplan für den Ausstieg aus ihrer ultralockeren Geldpolitik entscheidet, kommentierte Händler Matt Basi von CMC Markets. Der Markt sei dieses Themas mittlerweile so überdrüssig wie zuletzt der Diskussion über die US-Fiskalklippe zum Jahreswechsel. Auch US-Daten sorgen am Nachmittag kaum für Bewegung.

MILLIARDENÜBERNAHME IM KLINIKSEKTOR

Klar im Fokus stand der neuerliche Vorstoß von Fresenius in Richtung Rhön-Klinikum : Nachdem der Medizinkonzern im Vorjahr noch mit der Komplettübernahme des Klinikbetreibers am Widerstand der Rhön-Aktionäre gescheitert war, kauft nun die Tochter Fresenius Helios 43 Kliniken und 15 medizinische Versorgungszentren von Rhön für 3,07 Milliarden Euro. "Das war ein heißer Husarenritt", sagte eine damit vertraute Quelle der Finanznachrichtenagentur dpa-AFX. Seit Frühjahr hätten die Spitzen von Fresenius und Rhön mit Juristen daran gearbeitet. Eine Zustimmung der Rhön-Aktionäre auf einer Hauptversammlung ist nicht notwendig. Denn nach geltendem Recht können 70 Prozent der Geschäftsteile einer Gesellschaft ohne die Zustimmung der Aktionäre verkauft werden.

Ein Händler bezeichnete das Geschäft als "großartigen Deal, vor allem für die Rhön-Aktionäre". Der Konzern will nämlich einen Großteil der Einnahmen an die Aktionäre weitergeben. Entsprechend schossen die Papiere um 11,57 Prozent nach oben an die MDax (Xetra: ^MDAXI - Nachrichten) -Spitze. Aber auch für Fresenius wird der Zukauf positiv gewertet - die Aktien zogen als bester Dax (Xetra: ^GDAXI - Nachrichten) -Wert um 4,61 Prozent an.

GERRY WEBER BRECHEN NACH ZAHLEN EIN

Gerry Weber sackten nach Zahlen für die ersten neun Monate um 6,63 Prozent ab und waren damit Schlusslicht im MDax. Der Modekonzern sieht den Start der neu eröffneten Filialen durch schlechte Witterungsbedingungen erschwert und blieb hinter den eigenen Erwartungen zurück. Kabel Deutschland gewannen indes 6,09 Prozent. Die Übernahme von durch Vodafone (London: VOD.L - Nachrichten) kann über die Bühne gehen, nachdem den Briten die notwendige Mehrheit von 75 Prozent der Kabel-Deutschland-Aktien zum Kauf angeboten wurden./ag/ck

--- Von Alexander Gibson, dpa-AFX ---

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